von Rhea Leman
Spiel: Mona Petri & Antonio da Silva
Regie: Jordi Vilardaga
Dramaturgie: Mara Gyr
Plakat: Aska Schär
Deutsch von Henning Bochert
Aufführungsrechte Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH
Schweizer Erstaufführung
Premiere Donnerstag, 09. April 2026
Zimmer-Theater Ariane, Winterthur
Premiere Donnerstag, 09. April 2026
Zimmer-Theater Ariane, Winterthur
Am 18. April 1975 trifft Hannah Arendt, aus New York anreisend, in Kopenhagen ein. Sie soll den renommierten Sonning-Preis erhalten, die wichtigste dänische Auszeichnung für kulturelle Leistungen.
Wir erleben Hannah Arendt kurz vor der Preisverleihung im Hotelzimmer. Was soll sie dem Preiskomitee antworten? Welches Thema soll ihre Dankesrede prägen? Rasch und wie im Traum entwickelt sich das Hotelzimmer zur Bühne ihres Lebens. Wir begegnen Hannah Arendt in entscheidenden Situationen, erfahren von ihrer Vertreibung aus Deutschland, ihrer Verhaftung in Frankreich, ihrer Flucht in die USA, vom Leben im Exil. Wir lernen ihr Denken kennen und wie sie Entscheidungen trifft. In Dialogen mit ihrem Ehemann Heinrich Blücher oder dem israelischen Chefankläger im Eichmann-Prozess, Gideon Hausner, lernen wir einer Frau kennen, die - wie ihr Freund Hans Jonas schrieb - «leidenschaftlich moralisch, aber überhaupt nicht moralistisch, oft provokativ, nie trivial, nie gleichgültig, nie mehr zu vergessen» ist.
Denken sei das Gespräch der Seele mit sich selbst, heißt es bei Plato. In Rhea Lemans Stück wird das Denken zum szenischen Vorgang, der wie ein Fiebertraum vorüberzieht und auch vor Adolf Eichmann nicht Halt macht.